Unrealistische Fernziele... :)

03 08 2013

Weils zu lang ist, um's auf Twitter zu erklaeren, pack ich's mal in den Blog :-).

Ungefaehr vor einem Jahr bin ich zum wiederholten mal in 2012 im Krankenhaus gelandet, nachdem ich mir im Fruehjahr beim Versuch ein Motorrad auf nen Anhaenger zu heben, einen Bruch gehoben habe, der nicht wirklich verheilen wollte. Nicht ganz unschuldig daran war zum Teil auch mein Uebergewicht. Als ich dann so im Krankenhaus lag, hatte ich Zeit um ueber Gott und die Welt - und vor allem ueber meine Gesundheit und die gesundheitlichen Probleme in meiner Familie nachzudenken. Probleme mit dem Herzen sind bei den Keslers ja leider nicht so ganz selten. Dabei kam ich auf den Gedanken, dass es ja vielleicht doch ganz nett waere, nicht schon mit 60 einem Herzinfarkt zu erliegen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich dann relativ unspektakulaer entschieden, dass es so nicht wirklich weitergeht und ich etwas tun sollte. Also habe ich beschlossen, ab sofort etwas gesuender zu leben. Kurz und schmerzlos. Ich habe begonnen, etwas gesuender zu essen, nicht mehr jeden zweiten Tag zum Fastfood-Tempel zu pilgern, mein altes Fahrrad zu reaktivieren und wieder mehr zu fahren, aufgehoert jeden Abend beim weggehen zu rauchen und zu trinken und mich ueberhaupt wieder etwas mehr zu bewegen. Mein Ziel war eigentlich "Naja, vielleicht 10-20 Kilo oder sowas abnehmen, mal gucken". Ganz ganz weit weg war der Gedanke "vielleicht schaffst du's ja sogar unter 100kg", aber selbst das war fuer mich eher unwarscheinlich. Alles darunter war nicht wirklich geplant und schien sowieso KOMPLETT unmoeglich!

Naja, nachdem die Monate so vergingen, hab ichs schlussendlich bis jetzt auf knapp 82 Kilo geschafft (wobei ich jetzt aus Prinzip die 80 auch noch knacken will, einfach weil ichs kann ;-)). Fast ein Jahr spaeter bin ich irgendwo, von dem ich es eigentlich selbst nie erwartet haette. Nice :-).

Irgendwann hat das Radfahren richtig angefangen Spass zu machen, vor allem nachdem ich ein vernuenftiges Fahrrad gekauft habe. Zwischenzeitlich hab ich noch mit dem laufen angefangen und auch das ist gar nicht sooo langweilig wie anfangs gedacht. Was dann dazu gefuehrt hat, dass ich vor ein paar Wochen mit einer taeglichen Trainingsroutine angefangen habe und mit unterstuetzung von nem "Profi" ein Programm durchgezogen habe, um mal rauszufinden wo ich fitnesstechnisch eigentlich wirklich stehe. Scheinbar stehe ich nicht allzu schlecht - inzwischen habe ich das realistische OK bekommen, fuer naechstes Jahr ein neues Ziel zu setzen. Mein letztes Ziel, das damals komplett unrealistisch schien, hab ich ja irgendwie erreicht - also wird's Zeit, das durch ein neues, ebenso unrealistisches Ziel zu ersetzen!

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe mich fuer den naechstjaehrigen Heilbronn City Triathlon angemeldet - ein olympischer Triathlon ueber 1.5km Schwimmen, 40km (in Heilbronn sogar 45km) Radfahren, 10km Laufen. Mein Ziel ist keine Rekordzeit oder aehnliches, aber ich will versuchen, den Triathlon zu finishen (was laut $trainer wohl absolut realistisch ist, auch wenn ich selbst das noch so ein klein wenig bezweifle gerade). Angemeldet bin ich bereits, also gibts kein zurueck mehr. Mal schauen, ob ich das wirklich schaffe und durchziehe. Wie gesagt, ich bin da noch etwas skeptisch - aber angeblich zu unrecht. Mal gugge... Auf jeden Fall war es einfach an der Zeit, ein unmoegliches Fernziel durch ein naechstes zu ersetzen :-).

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem laufenden! :-)


Der Tornado in Moore & warum Captain Hindsight ein Arschloch ist

23 05 2013

Nach dem schweren Tornado in Moore vor einigen Tagen, habe ich in den ueblichen Foren, Mailinglisten, Twitter/Facebookeintraegen oder persoenlichen Gespraechen ganz schoen viel Zeug lesen duerfen, was denn in Oklahoma alles schiefgelaufen ist, was man alles haette besser machen koennen und wie diese Katastrophe deutlich haette vermindert werden koennen. Diese Dinge fuehre ich teils auf einfache Neugierde, ggfs. gepart mit Unwissenheit zurueck (hey, kein Vorwurf, wer noch nie mit dem Wetter im mittleren Westen der USA zu tun hatte, kann manche Dinge einfach schlecht wissen. Die meisten Menschen in Deutschland kennen z.B. ja nichtmal den Unterschied zwischen einem Tornado und einem Hurricane. Kein Vorwurf, ist halt einfach so.). Manche Dinge fuehre ich einfach auf Naivitaet zurueck und manche auch darauf, dass man sich mal wieder "den Amis" ueberlegen fuehlen kann. Was auch immer, aber wie es scheint, haben die Geschehnisse in Moore einige Menschen in Deutschland wohl verwundert zurueckgelassen. Darum hab ich mich entschieden, mal ein paar Worte zum Thema zu verlieren.


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Rueckblick USA

05 03 2013

Weil ich immer wieder mal Rueckfragen bekomme, ob denn der Blog nicht mehr online ist und dass es schade ist, die USA-Stories nicht mehr lesen zu koennen, hab ich das nun mal gefixt...

Inzwischen blogge ich ja nicht mehr. Einfach, weil sich die Zeit nicht so wirklich ergibt, und zum anderen weil es hier eigentlich nicht wirklich was interessantes zum bloggen gibt. Ich bin in Deutschland, ihr auch... Da gibt es eigentlich kaum noch interessante Themen, die ich fuer euch hier verwursten kann. Vielleicht aendert sich das irgendwann mal wieder, wer weiss. Bis dahin habe ich mich nun entschieden, den alten Auswandererblog (und das, was so davor kam) wieder online zu nehmen. Ihr koennt nun die ganzen Dinge, die ich aus Frankreich und aus den USA so gebloggt habe, wieder nachlesen. Die Beitraege gehen nun bis zu meinem Rueckflug nach Deutschland. Viel Spass dabei :-)


Flug fertig

27 03 2009

So, den Flug habe ich erfolgreich ueberstanden und bin in Deutschland angekommen. Beim Check-In in Oklahoma City gab es eine "negative" Ueberraschung: Der Katzentransportkorb - mit dem ich uebrigens bereits vor einigen Wochen beim United Schalter vorbeikam und mir von den Leuten hab bestaetigen lassen, dass der Korb deren Vorschriften erfuellt - hat die Vorschriften fuer internationale Katzentransporte nicht erfuellt. Toll. Nachdem mein Bruder schnell zum naechsten Petsmart gefahren ist, um einen anderen Korb zu holen und dabei rauskam dass auch deren Korb, der ein "approved by all major airlines" Siegel hat, eben nicht bei United approved ist, musste ich einen Katzenkorb von der Airline direkt kaufen. Allerdings war der mit 60 Dollar nicht allzu teuer (verglichen mit dem, was andere Koerbe so kosten) und das Ding koennte ich glaub sogar ne Bombenexplosion wegstecken. Der letzte Flug von Frankfurt nach Nuernberg war auch sehr interessant. Es ist nicht unbedingt vertrauensfoerdernd, wenn kurz vorm Boarden erstmal acht Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene anfahren und die Feuerwehr den Flieger stuermt :-).

Der Kater, den ich als Handgepaeck transportieren durfte, war auch ueberraschend ruhig. Anfangs hat er fuenf Minuten etwas gemeckert, aber dann hat er wohl festgestellt, dass das zwecklos ist und hat's aufgegeben. Den restlichen Flug ueber war er super ruhig und brav. Sass halt in seiner Tragetasche und hat etwas gepennt. Da ich zwei Sitzplaetze bekommen habe (der Flieger war nicht komplett ausgebucht), sass der die ganze Zeit neben mir und hat rausgeguggt. Ich hatte mir ja etwas Sorgen gemacht, weil das mit Katzenklo eher weniger optimal aussah - es gab naemlich keins, dafuer hatten die Katzis so ne Art Windelunterlage, die man austauschen konnte. Allerdings war das nicht noetig, da sich Katerchen beherrschen konnte. Gut, am Ende war's wohl etwas knapp, zumindest ist das Katz ein paarmal aufgestanden, hat sich den Schwanz zwischen die Hinterbeine gekniffen und hat sich wieder hingesetzt *g*.

In Nuernberg angekommen, wollte ich die zweite Katze (ihr wisst schon, die im Gepaeckraum) in Empfang nehmen. Nur irgendwie kam die nicht an. Neben mir war eine Frau, die auf Ihren Hund gewartet hat, der ebenfalls nicht kam. Eine Frage an einen der Gepaeckgurus gab zur Antwort "Da sind/waren keine Tiere an Bord!". Ganz grosses Kino. Auf unsere Beschwerde, dass die Viecher eingeladen wurden, meinte er wieder nur, dass keine Tiere an Bord waren. Erst als wir ihm unsere Checkin-Quittungen gezeigt haben, hat er nochmal nachgesehen und kam mit den Viechern und dem Kommentar "Ja, da waren tatsaechlich noch 2 Tiere an Bord" wieder, hat sie uns hingestellt und ist direkt wieder verschwunden. Als Gepaeckraum-Kater meine Stimme gehoert hat, gings erstmal mit lautstarken Beschwerdemaunzern los. Was Handgepaeck-Kater aufhorchen liess, schliesslich hoerte er ja seinen Bruder wieder, also hat dieser auch direkt das Miauen angefangen. Was Gepaeckraum-Kater wiederum zu Handgepaeck-Kater antworten liess. Kurz gesagt haben die beiden sich erstmal fuer 5 Minuten lautstark ihr Leid geklagt *g*. Achja, und die ganzen medizinischen Gutachten und Unterlagen, die ich zahlen musste, haben beim Zoll keine Sau interessiert. Hmpf.

Inzwischen sind die beiden in ihrer Tierpension und lassen es sich dort gut gehen. Sie haben zwei Zimmer fuer sich allein und jede Menge Platz fuer Unfug. Ich werde am Montag nach Karlsruhe fahren und habe direkt eine oder vielleicht sogar zwei Wohnungen zu besichtigen. Vielleicht klappts ja gleich mit ner vernuenftigen Bleibe...


Eastbound

23 03 2009

So, morgen geht's los. Heute waren wir nochmal mit der Familie unterwegs und hatten ein unglaublich grossartiges Dinner, zu dem uns mein Bruder und seine Frau eingeladen hatten. Danke dafuer, nochmal! Ueber den gigantischen Absturz den wir gestern mit Freunden und (Ex-)Kollegen im Old Germanys hatten, schreibe ich die naechsten Tage mal ;-).

Ich freue mich schon auf Deutschland, auch wenn ich mit einem oder zwei weinenden Augen gehe. Und ich weiss, dass ich meinen Bruder und meine Eltern furchtbar vermissen werde. Und es tut mir leid und ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich daran denke, wie die sich fuehlen und was ich denen damit irgendwie antue. Andererseits bin ich ja nicht aus der Welt und die naechsten Urlaube sind schon geplant - ich werde im Herbst wiederkommen fuer eine oder zwei Wochen, wenn alles klappt. Und danach auch wieder. Und wie bereits vor einigen Monaten gesagt, sehe ich das ganze auch als eine Art "Heimaturlaub", waehrend dessen ich mein Studium fertigmache (oder es zumindest versuche ;-)) und irgendwann, vielleicht in einem, zwei, drei, fuenf, zehn Jahren wiederkommen werde. Mein Zeug ist noch hier, es ist eingelagert und wartet auch mich, fuer den Fall der Faelle. Und ich weiss, wenn es mir zu schwer faellt, ist meine zweite Heimat stets nur ein Flugticket entfernt ;-)

Jetzt freue ich mich aber erstmal wieder auf Deutschland. Auf meine Freunde und Familie dort. Darauf, dass mein Bruder und seine Frau vielleicht Weihnachten, aber auf jeden Fall naechstes Fruehjahr zu Besuch kommen. Darauf, dass ich wieder mit dem Mopped durch den Schwarzwald eiern kann. Darauf, dass ich (endlich!) wieder mein wunderbares Venedig besuchen kann, was ich ja wirklich vermisst habe. Darauf, dass ich wieder Fussball gucken kann, auf Retrogames und auf den alltaeglichen Unfug.

Meine Familie kennt mich und weiss, dass Abschiednehmen fuer mich der "Major Pain in the ass" des Universums ist und ja, natuerlich faellt es mir schwer zu gehen. Aber wie gesagt, ich freue mich gleichzeitig auf die naechsten Monate. Deswegen, macht euch keine Sorgen, es geht es mir gut! :-)


Countdown

21 03 2009

Bin gerade dabei, meinen ganzen Kram fertigzupacken. Es ist doch jedesmal faszinierend, wie man denkt dass man ja kaum Zeugs hat, nur um dann Festzustellen, dass alles nichmal annaehernd in 10 Umzugskartons plus 3 Koffer passt. Hm... Zum Glueck ist es ja nicht so, dass ich nicht einfach Zeugs hier lassen koennte ;-)


Flight 372

18 03 2009

Was man auf Fluegen nach Oklahoma City so alles erlebt :-)



Ich find das sehr gediegen. Definitiv angenehmer als die distanzierten Flugbegleiter auf den meisten anderen Airlines.

Edit: Was mich gerade an die Durchsage aus dem Cockpit auf unserem Flug von OKC nach Houston erinnert. Waehrend wir noch am Gate stehen und vorne alle moeglichen Checks durchlaufen, meldet sich der Captain mit "Welcome aboard folks, this is Matt speaking, i will be your Captain today on this flight to Houston..." waehrend ploetzlich im Cockpit fuer alle Passagiere hoerbar die GPWS anspringt: "WoopWoopWoop! PULL UP! PULL UP!". Nichts wildes, ich fands nur witzig. Gnihihi.


Kraenklich

18 03 2009

Irgendwie hat's mich nach der Rueckkehr vom Roadtrip boes erwischt. Seit einigen Tagen schon, geht's mir relativ dreckig. Angefangen hat's bereits Freitag nacht, mit einem Gefuehl einer aufkommenden Erkaeltung. Nebenhoehlenschmerzen, Nase laufend, aufkommende Halsschmerzen... Am naechsten Tag war's dann soweit, dass ich Fieber hatte, Schuettelfrost, Bauchschmerzen und irgendwie alles, was ich aufgenommen habe, grad wieder rauswollte...

Hab mich dann doch mal zum Arzt geschleppt und bin momentan auf Antibiotika und Codeinhustensaft (derbes Zeugs, kann man fuer 80 Dollar die Flasche auch erwarten). Inzwischen geht's mir auch langsam wieder besser. Waer ja noch schoener...

Edit: Da dachte ich nun, dass ich schoen meine verbleibenden Kranktage abfeiern kann, aber pustekuchen. Per Company Policy bekommt man fuer Sick days, die direkt vor oder nach dem Urlaub folgen, kein Sick Pay. Auch nicht mit Doctors Note. Da sie so verhindern wollen, dass Leute ihren Urlaub einfach "verlaengern". Tolle Wurst.


Miau!

16 03 2009



Act real cute, they'll give us treads! :-)


Route 66 Trip

15 03 2009

Holla miteinander! So, die Bilder sind inzwischen alle online: hier sind die Bilder vom Trip selbst und hier sind die Nachtfotographien. Die Bilder meines Bruders, der gerade in Night Photography startet, sind hier zu finden. Wie gesagt, es war ein schoener Trip, leider nur zu kurz (wie immer halt ;-)).

Der erste Tag find schon gut an, als wir nachmittags losgeflogen sind. In OKC haben wir uns, wie berichtet, mit dem notwendigen Zubehoer fuer die Reise eingedeckt und dabei festgestellt, dass unser "Gepaeck" irgendwie zumindest verdaechtig wirken koennte, mit all dem Ducttape, Batterien, Timern und Blitzen. Gab dann aber kein Problem. In Houston angekommen, war ich sehr angenehm ueberrascht, dass die am Flughafen ne "Preisgarantie" haben. Es wird damit geworben, dass in all den Geschaeften nichts mehr kostet als wenn man es downtown in einem regulaeren Geschaeft kaufen wuerde. Nach dem was wir so vom Rumwandern sahen, scheint dies zu stimmen. Die ganzen Gadgetlaeden sind nicht uebertrieben teuer und selbst in den Fresstempeln bekommt man ein Menu fuer den selben Preis, den man auch aussen auf der Strasse zahlen wuerde. Uebrigens zeigen saemtliche (!) flyer und aufsteller Euronoten. Ob das der Zielgruppe der Deutschlandurlauber geschuldet ist oder ob der Praktikant versagt hat, weiss ich nicht ;-). Der Flug von Houston nach Vegas war dann auch noch sehr angenehm, nur leider fand ich etwas wirr, dass der Bordfilm (the day the earth stood still) komplett und voellig sinnbefreit geschnitten war. In Vegas angekommen haben wir uns dann erstmal vom bunten Treiben beeindrucken lassen und uns schliesslich auf den Weg nach Rhyolite gemacht, wo wir an Area 51 vorbeikamen und ich von nem Geist aus einem der verlassenen Gebaeude verscheucht wurde ;-)

Der zweite Tag war dann auch sehr lustig. Auf dem Weg zurueck nach Vegas haben wir an einer Tankstelle inmitten der Wueste Rast gemacht - eine Tankstelle an der es keine Ortschaft drumrum gab, sondern tatsaechlich nur die Tankstelle, einen Saloon und einen Puff :-). Nun, zurueck in Vegas haben wir erstmal das "Venetian" unsicher gemacht, 20 Dollar am einarmigen Banditen und beim Roulette verzockt und uns ueber die Architektur dort erfreut. Das Venetian ist tatsaechlich sehr faszinierend: Die Jungs haben die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten aus Venedig genommen und als Hotel in Vegas aufgebaut. Natuerlich wirken die ganzen Gebaeude viel neuer und sauberer als die Originale, aber trotzdem ist es sehr faszinierend, was die Jungs da gebaut haben und wie nahe sie am Original blieben! Nachmittags haben wir dann noch einen Stop am Hoover Damm eingelegt (sehr impressive!) und sind dann die Route 66 zwischen Kingman und Barstow abgefahren. Kurz vor Oatman haben wir versucht, einige Bilder von der Strasse zu schiessen, wurden aber von wuetenden Eseln verjagt *g*. Die Bilder sprechen ja fuer sich, daher sag ich mal gar nicht viel dazu, ausser dass es sehr gediegen war. Hier haben wir dann auch das zweite Set Ufos erlebt und in Barstow bei mehreren Motels festgestellt, dass das Werbeschild vor der Tuer mit der Neonreklame "All Rooms 49.-" heisst, dass nur noch teurere Zimmer frei sind. Aha.

Der letzte Tag war auch noch sehr gediegen. Wir sind die Route noch etwas weiter abgefahren, haben es aus Zeitmangel aber leider nicht mehr zum Pazifik geschafft. Gegen spaetnachmittag haben wir uns auf den Weg nach Pearsonville gemacht, uns mit einigen anderen Fotographen getroffen und erstmal den Schrottplatz unsicher gemacht. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit hier, aber wie gesagt, wir werden mal wiederkommen ;-). Der Heimflug war dann etwas chaotisch, da United irgendwie die unfreundlichste und planloseste Bodencrew hat, die es gibt. Der Flieger war gestopft voll und fuer Carryon war an Bord kein Platz mehr. Also mussten mein Bruder und ich unsere Rucksaecke abgeben. In meinem Rucksack ist nur leider mein Fotoequipment drin, also hab ich gediegen protestiert, was aber nix genuetzt hat. Auch meine Frage, ob das "versichert" sei, denn da ist teures Fotoequipment drin, wurde ignoriert. Dann musste ich noch die Stative, welche am Rucksack angebunden war, runtermachen und hatte somit trotz ohne Rucksack ploetzlich 3 Carryons (Laptop und zwei Stative). Auf meine Frage, ob ich probleme beim Anschlussflug bekomme, wenn ich 3 Carryons habe, kam nur die Antwort "You are allowed to take it on this plane"! Meine wiederholte frage "I have a connecting flight, what about that plane?" kam wieder nur ein "You are allowed to take it with you here"! Ging dann aber doch glatt.

Bis auf diesen kleinen Nervpunkt am Ende, war der Trip wie gesagt sehr angenehm. Hoffentlich machen wir sowas mal wieder irgendwann :-)


Back in Oklahoma

15 03 2009

Pearsonville
Gestern bin ich wieder wohlbehalten in Oklahoma angekommen. Ich war nur zu muede und am arsch, um etwas zu schreiben, sorry. Die kurze Zusammenfassung: Wir sind am zweiten Tag (nach der UFO-Sichtung) gegen 5 Uhr frueh ins Bett gekommen, haben festgestellt dass Werbeschilder "All Rooms 49.99" bedeuten, dass nur noch hoeherpreisige Zimmer erhaeltlich sind. Wir sind die Route 66 bis nach knapp 100km vor Los Angeles gefahren (haben es aber mangels Zeit nicht bis zum Pazifik geschafft. Dafuer haben wir uns das fuer den naechsten Urlaub/Roadtrip vorgenommen :-)). Haben festgestellt dass die Mojave-Wueste mal wirklich leer ist und das Death Valley seinen Namen ebenfalls voellig zu recht traegt. Wir haben in knapp 3 Tagen insgesamt 1089 Meilen (1752 km) heruntergerissen und dabei etwas weniger als 30 Gallonen Sprit verbraucht. Wir haben keine weiteren Ufos gesehen, aber dafuer Pearsonville Junkyard besucht (und dafuer leider viel zu wenig Zeit gehabt - daher: auch hier werden wir nochmal herkommen ;-)). Auf dem Heimweg 4.5 Stunden zum Flughafen durchgefahren und uns mit der unfreundlichsten und unmotiviertesten Bodencrew von United rumgeaergert (Zitat der Boardingtante auf eine Frage bezueglich meines Tickets: I don't have time for this, go away!) und gegen Mittag in Oklahoma City angekommen und erstmal schlafen gelegt.

Nen ausfuehrlichen Bericht und die Bilder gibts wohl morgen :-).


Weirdest! Roadtrip! Ever!

12 03 2009

Ok Leuts. Wir haben den Roadtrip gestern offiziell zum weirdesten Roadtrip aller Zeiten erklaert. Ich mein, ich hab ja gestern schon von der Area 51 und den vermeintlichen Ufos erzaehlt. Und wie gesagt, lassen sich UFO-Sichtungen dort durchaus rationell mit "Militaerische Spielereien" erklaeren. Etwas anderes ist es aber, wenn man nen Tag spaeter in Arizona/Californien durch die Wueste faehrt und ploetzlich, mitten im Nirgendwo, nur vereinzelt ne Pump Station oder so, eine Formation von Lichtern sieht, die voellig stillsteht, nur um sich dann in eine andere Formation zu verwandeln und einige der Lichter verschwinden, dafuer neue dazu kommen und die sich untereinander bewegen. Wir standen am Strassenrand und haben uns das Spektakel fuer 20 Minuten oder so angesehen, bis es weg war. Sehr... uhm... wirr :-)

Abgesehen davon, war die Fotoausbeute sehr gut. Und um dem Titel dieses Blogeintrags und den Status zum "weirdest roadtrip ever" zu erklaeren, ist hier eine kurze zusammenfassung der Ereignisse der letzten 2 tage: Wir sehen Area 51, sehen Fake-Ufos, sehen einen Geist in ner Geisterstadt, finden einen Puff mitten in der Wueste (ja, wirklich!), waren in Venedig (und ich hab 20 Dollar beim Roulette verloren *g*), wurde nachts beim Fotographieren von ner schmusewilligen Katze erschreckt, mein Bruder wurde von ner Fledermaus "attackiert", wir haben den "Ghost Hitchhiker" geaergert, haben ein Auto in einer Schlucht gefunden, wurden von Eseln verscheucht, haben echte Ufos gesehen und fanden den Ort, zu dem Zapfsaeulen gehen, um zu sterben.


Update aus Vegas

11 03 2009

Tagchen! Ein kleines Update aus Las Vegas. Inzwischen sitzen wir bei McDonalds und laden die Akkus fuer die Kameras und den Laptop auf, lasst mich die Zeit nutzen um eine kleine Zusammenfassung des Trips bis jetzt zu geben. Der Flug von Oklahoma City nach Houston war... uhm... wild. Wir flogen eine ERJ 135 oder so, mit Platz fuer 40 Passagiere, also quasi ein besserer Businessjet mit Economybestuhlung anstatt Ledersesseln, dementsprechend wackelig unterwegs bei kleinsten Turbulenzen. Lustig fand ich in Houston, dass es Vending Machines gibt, die anstelle von Getraenken und Snacks, Ipods und Netbooks auswerfen. Ich dachte ja eigentlich, dass es sowas nur in Japan gibt, aber nope... auch in Texas kann man sich sein Computerzubehoer am Automaten ziehen.

Ein Ufo!
(oben rechts)
Irgendwann in Vegas angekommen, haben wir uns im gemieteten Toyota Yaris auf dem Weg nach Rhyolite gemacht. Uebrigens find ich den Yaris sehr wirr, denn das Armaturenbrett, bzw dessen Anzeigen sind nicht hinterm Lenkrad, sondern in die Mittelkonsole versetzt. Was mich die ersten 30 minuten extrem verwirrt hat, denn jedesmal wenn ich auf die Anzeigen schauen wollte, war da nur schwarz, weshalb ich jedesmal erschrocken dachte "Oh, crap, ich hab kein Licht an" und dadurch das Licht ausgeschalten und wieder eingeschalten hab. Gnnn!

2 Ufos!
Waehrend wir dann auf dem Weg nach Rhyolite waren und so 150 meilen durch die Wueste fahren, faellt uns ein "Warte mal, Area 51 ist doch irgendwo hier". Mobile Internet sei dank, konnten wir bestaetigen dass wir direkt an Area 51 vorbeifahren. Wir, gut gelaunt, meinen noch so im Witz "Awesome, we are going to see UFOs!", als - ungelogen - 10 Sekunden spaeter verschiedene orangene Lichtpunkte gleichzeitig am Himmel auftauchen, sich bewegen und wieder verschwinden. Uhm... Ok, das ist Area 51 und so, und ich denke mal dass das irgendein wirres Militaryzeugs war. Es sah irgendwie ein bischen wie ferngesteuerte Flares aus oder so. Aber ich kann durchaus nachvollziehen, wie Leute ausflippen und "UFO!" denken! Die Bilder sind uebrigens aus dem Auto geschossen, also so richtig UFO-Typisch verwackelt :-).

Rhyolite selbst war gigantisch! Bilder davon kommen die Tage, das ist mir jetzt zu schade, das hier mal eben schnell online zu stellen. Ich werde die zusammen mit ein paar Bildern von der Route und Pearsonville onlinestellen naechstes Wochenende oder so.

So, die Akkus sind geladen. Wir machen uns jetzt mal auf den Weg nach Vegas in die Casinos, ein paar Dollar verzocken, bevor wir uns auf den Weg weiter zur Route machen. Kinners, wir sehen uns spaeter :-)



Suspicious

10 03 2009

Wir sitzen gerade am Airport und haben uns mal so ueberlegt, was sich die Leute ueber uns denken, wenn sie unser Gepaeck sehen...

- Wir fliegen in die Wueste, ins Death Valley.
- Wir haben Unmengen Batterien dabei.
- Wir haben mehrere Timer dabei.
- Wir haben verschiedene Blitzgeraete dabei (Zitat im Gebrauchtwarenladen: That will fit our purposes...)
- Wir haben Duct Tape dabei
- Wir haben Pain Relievers dabei
- Wir haben "a bag of candy" dabei

Klingt wie der Anfang eines kranken Roadmovies. "Fear and Loathing in Las Vegas" comes to mind. Hrhrhr...


Roadtrip!

10 03 2009

Sodele, nacher geht's los auf unseren Roadtrip. Unser Zeugs ist alles in Rucksaecke gepackt, mal schauen ob die Jungs am Check-In meckern. Etwas Sorgen macht mir ja das Stativ, das aussen am Rucksack verzurrt ist. Naja, mal guggen. Abgesehen davon geht hier in Oklahoma gerade die Welt unter (womit das der "ich weiss nicht wievielte Monat" in Folge ist, zu dem es an Vollmond regnet. Aber dafuer sagt die Wettervorhersage klaren Himmel fuer die naechsten paar Tage in Californien an). Unser Flug von Houston nach Las Vegas wird sich auch etwas hinziehen, 3.5 Stunden Flugzeit sind angesagt. Zum Vergleich, der Ueberseehuepfer nach Deutschland dauert ja "nur" 7-8 Stunden. Und immerhin fliege ich diesmal nicht ueber den Atlantik, sondern nur ueber 3 Staaten. Achja, ich bin ja mal aufs Bordkino gespannt. Laut Airline zeigen sie "Four Christmases", eine romantische Weihnachtskomoedie. Hm. Ich hoffe ja immer noch, dass das nur ein Fehler auf deren Webseite ist. Updates gibt's dann morgen...